Würzige Düfte, frischer Basilikum - fundamental in der ligurischen Kost

Die
Einwohner Liguriens haben eine
Vorliebe für gewürzte Speisen und Fischgerichte, was sich durch die geographische Lage des Landstriches erklären lässt.
Die
ligurische Küche trägt den Beinamen
"Cucina del ritorno", zu Deutsch in etwa
"Küche der Wiederkehr".
Hier wird dem
Hunger der seefahrenden Vorfahren Tribut gezollt, die nach Monaten auf See sich sehnten nach den
würzigen Düften aus der heimischen Küche.
Am Berühmtesten ist sicher das
"Pesto alla Genovese". Aus einer Handvoll Zutaten wie
Basilikum, ein paar Tropfen des hervorragenden ligurischen Olivenöls, einigen angerösteten Pinienkernen und ein bisschen Parmesan, wird die
cremige Paste gewonnen. Wer es gern noch würziger hat, der nimmt statt Parmesan den aus Schafsmilch gewonnenen
Pecorino.
Allerdings ist das hierzulande erhältliche
Basilikum nicht mit dem ligurischen Basilikum zu vergleichen. Die ligurische Sorte ist
kleinblättriger und feinwürziger.

Vom
Pesto gibt man in
Ligurien einige Löffelchen über die landestypische
Minestrone, Gemüsesuppe, die hier besonders
gemüsereich und dick eingekocht ist.
Ebenfalls wohlschmeckend ist das
Pesto als zart schmelzende Würze auf den
Trenette, einer
Bandnudel, die durch ihre flache Form besonders geeignet ist, die verschiedenen Aromen zu entfalten.
Trofie sind die
genuesischen Gnocci. Auch hier wird ein Klecks
Pesto als Sauce darüber geträufelt.
Zur
Osterzeit wird die
"Torta Pasqualina" in Ligurien gebacken. Hier verbirgt sich in einem
Teig aus Mehl, Öl und Salz eine
Füllung aus Hackfleisch, Ricotta, mehreren Eiern und Blattspinat.
Einfach, aber schmackhaft: Die
"Focaccia al formaggio", ein
Brotfladen mit Käse.